Internationale Jugendbegegnung 2022

Internationale Jugendbegegnung 2022

Erste Jugendfeuerwehr-Weltreise – so lautete das Motto der diesjährigen Jugendbegegnung des Stadtjugendfeuerwehrverbandes in Zusammenarbeit mit der Hessischen Jugendfeuerwehr. Insgesamt 30 hessische Jugendliche und zehn Betreuer lernten vom 22. bis 28. August 2022 die Feuerwehren in Chile, Nicaragua, Australien und Japan kennen.

Die teilnehmenden Jugendlichen kamen aus den Jugendfeuerwehren in Aumenau, Frankfurt-Höchst, Kleinensee, Darmstadt, Weiterstadt-Gräfenhausen, Steffenberg-Niedereisenhausen, Bad Camberg- Würges, Hattersheim, Wiesbaden-Sonnenberg, Wiesbaden-Naurod sowie aus Mainz-Kastel.

Die Jugendbegegnung startete am Montagmorgen mit der Zimmereinteilung und einigen Kennlernspielen im Fritz-Emmel-Haus in Kronberg. Nach einer Stärkung zum Mittag ging es für die Jugendlichen an die Vorbereitung für die Videomeetings mit den verschiedenen Ländern. Die Jugendlichen haben sich in verschiedenen Workshops über die jeweiligen Länder informiert und sich Fragen überlegt, um diese während den Videomeetings stellen zu können.

Der zweite Tag begann mit dem Videomeeting mit Canberra (Australien). Während den zwei Stunden berichtete Dagmar Schade, Feuerwehrfrau in Canberra und seit 14 Jahren in Australien, von der Struktur und Organisation der Feuerwehr in Australien, stellte die Mannschaft vor und zeigte Fotos von Einsätzen sowie den Fahrzeugen. Nach dem Mittagessen besuchte Julia Grossmann (deutsch- russische-Stiftung) die Jugendbegegnung, um mit den Jugendlichen ihre interkulturelle Arbeit spielerisch vorzustellen.

Der dritte Tag drehte sich um das Land Chile. Aufgrund der hohen Einwanderung Deutscher nach Chile brachten die Einwanderer nicht nur einen kleinen Teil ihrer Kultur ins Land, sondern auch ihre Ideen zum Rettungswesen. So konnten die Jugendlichen auch europäische Feuerwehrfahrzeuge über Video sehen. Dagmar Rodriguez unterstützte bei der Übersetzung und erklärte, dass die Struktur der Feuerwehr in Chile nahezu identisch mit den Feuerwehrfahrzeugen und der Ausrüstung in zum Beispiel Italien, USA und auch Deutschland ist. Für den Samstag war ein weiteres Videomeeting mit Chile geplant.

Am Samstag waren im Videomeeting Jugendliche aus Chile mit dabei, die selbst in der Jugendfeuerwehr aktiv sind. Nach einer Vorstellungsrunde der Jugendlichen der deutschen und chilenischen Delegationen fand ein interessanter Austausch statt – besonders als die Jugendlichen aus Chile stolz ihre Leistungsspange zeigten. Die chilenischen Jugendlichen berichteten, dass sie im Rahmen einer Jugendfreizeit nach Deutschland gereist waren und in Berlin an der Abnahme der Leistungsspange teilgenommen hatten.

Mithilfe der Übersetzer Charaly Steinmeier und Dagmar Rodriguez erhielten die Teilnehmer der internationalen Jugendbegegnung am Mittwoch Einblicke in die Feuerwehrwache in Granada (Nicaragua). Die Mannschaft stellte sich vor und berichtete über ihre Schwerpunkte. Die Freiwillige Feuerwehr Frankfurt-Höchst hatte vor drei Jahren ihr altes Mannschaftstransportfahrzeug an die dortige Feuerwehr gespendet und konnten es in einem guten Zustand wiedersehen.

Aus Japan berichtete am Freitag Kuniko Hori über den Katastrophenschutz in Osaka. Während des Vortrages wurde den Jugendlichen berichtet, welche Maßnahmen die Stadt im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz unternimmt. Bei der Übersetzung wurden die Teilnehmer von Julia Schneider unterstützt.

In der Woche wurden auch der nahegelegte Opelzoo und das Freibad in Kronberg besucht. Der angrenzende Wald wurde mehrmals für Nachtwanderungen genutzt. Am Donnerstag stand zudem ein Tagesausflug nach Wiesbaden an. Nach einer Fahrt mit der Nerobergbahn auf den Neroberg und freier Zeit in der Innenstadt wurden die Jugendlichen und Betreuer auf die Feuerwache 2 der Berufsfeuerwehr Wiesbaden in Mainz-Kastel zu einer Führung durch die Wache und zum Grillen eingeladen.

Am Samstag fand der Abschlussabend der internationalen Jugendbegegnung statt.
Nach der Begrüßung durch Klaus Splittdorf (Fachgebietsleiter Internationale Jugendarbeit der HJF) sprachen Markus Potthof (Landesjugendfeuerwehrwart), Uwe Waldaestel (Gründer der Jugendbegegnung) und Julia Vortkamp (Fachgebietsleiterin Internationale Jugendarbeit StJFV Wiesbaden) einige Worte.

Daneben konnten Holger Jung (Kreisjugendfeuerwehrwart Limburg), Benjamin Scheich (Kreisjugendfeuerwehrwart Rheingau), Maximillian Böttrich (Kreisjugendfeuerwehrwart Hochtaunus), Sebastian Russ (Stadtjugendfeuerwehrwart Wiesbaden), Melinda Flecken (stellv. Stadtjugendfeuerwehrwartin Frankfurt), André Lambrecht (Wehrführer FF-Frankfurt-Höchst), Jeanette Müller (Sprecherin der Jugendfeuerwehren im Nassauischen Feuerwehrverband), Dagobert Doos (ehem. Stadtjugendfeuerwehrwart Wiesbaden) sowie Jürgen Hohn (Städtepartnerschaft Frankfurt/Granada) und Svenja Moses (Fachbereichsleiterin Jugend und Politik KJF Hochtaunuskreis) begrüßt werden. 

Die Jugendlichen präsentierten ihre Plakate der einzelnen Ländergruppen mit Fragen und Antworten aus den Videokonferenzen, es gab ein Gitarrenkonzert sowie verschiedene Gesangseinlagen von den Jugendlichen. Nach dem Rahmenprogramm wurde das Buffet eröffnet und die Jugendlichen und alle Anwesenden konnten gemeinsame die Zeit genießen. Am späteren Abend organisierten die Jugendlichen eine kleine Party und es wurde gesungen und getanzt.

„Internationale Jugendarbeit ist wichtig, weil sie den kulturellen Austausch zwischen den Ländern fördert und somit aktive Friedensarbeit ist. Für unsere Jugendlichen bringt es eine Menge, weil sie sich weiterbilden können und über den Tellerrand hinausschauen können,“ reflektiert Uwe Waldaestel.

Bei der Abreise am Sonntag erhielten die Teilnehmer Urkunden und Geschenke. Nach dieser sehr spannenden und schönen Woche floss beim Abschied bei dem ein oder anderen eine Träne.

Ein besonderer Dank geht an Thomas Eberhard (Herbergsvater des Fritz-Emmel-Haus), die Berufsfeuerwehr Wiesbaden, den Landesfeuerwehrverband Hessen, an die Übersetzter sowie die Partner aus den Ländern, Klaus Splittdorf und Julia Vortkamp für die gute Organisation und Leitung sowie die Jugendliche, denn ohne ihr großes Interesse und gute Zusammenarbeit wäre diese Jugendbegegnung nicht so schön gewesen wäre.

Bilder des Abschlussabends

Teilen: